Der erste Abschied

Posted on 7. Juli 2010. Filed under: Arbeit |

Gestern Abend ging der offizielle Abschied los. Alle Freunde und Kollegen mit denen ich zusammen gearbeitet habe waren zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen, um sich von mir zu verabschieden. Es war überraschend, wie viele Leute ich in einem Jahr bei Merck Indonesien kennen gelernt habe! Mein größter Wunsch war, noch einmal Sundanesisch essen zu gehen. Der Tisch war wie immer reich gedeckt mit all meinen Lieblingsgerichten hier: Sate, Ikan Gurame Bakar… hmm.  Lecker!

Ein netter Abend mit meinen Kollegen

Wie es hier gehört, habe ich auch eine ordentliche Abschiedsrede gehalten. Natürlich auf Indonesisch! Da war so mancher erstaunt wie gut ich die Sprache bereits beherrsche. In der Arbeit habe ich nicht mit jedem Indonesisch gesprochen, da das die Gespräche immer so in die Länge gezogen hat und meine Kollegen ja prima Englisch sprechen. Außerhalb Mercks war Indonesisch aber ein Muss für mich. Die Taxifahrer behandeln einen gleich ganz anders, wenn man sie wie ein Einhaimischer anspricht. Ist ein bisschen Schade, dass ich die Sprache nun nicht mehr nutzen kann.

Zwei meiner Kostenstellenleiter

Eine indonesische Rede hat ein paar wesentliche Bestandteile, die ich selbstverständlich befolgt habe. Nachdem man sich ausführlich bei allen bedankt hat, ist es wichtig, sich zu entschuldigen. Die Indonesier, vor allem die Javaner, sind äußerst höflich. Daher gehört es sich, dass man sich auch für seine Fehltritte entschuldigt. Möglicherweise hat man jemanden gekränkt oder unrecht getan, aber diese Person hat sich – aus Höflichkeit – nichts anmerken lassen. Bei all diesen Leuten entschuldigt man sich deshalb allgemein mit ein paar bestimmten Floskeln. Bei mir, und wahrscheinlich jedem Westler, ist das wohl auch nötig, da man sich einfach anders verhält. Vor allem in der Arbeit hat man sicher mal jemanden mal ein bisschen zu direkt angesprochen. Das lässt sich gar nicht vermeiden, egal wie gut man vorbereitet ist. In diesem Jahr habe aber sicher nicht nur ich etwas gelernt, sondern auch meine lieben Kollegen hier😉 Wer sagt denn, dass nur ich mich anpassen muss?! Sie arbeiten schließlich bei einem internationalen Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland. Ein bisschen Toleranz für meine deutschen Tugenden wie Pünktlichkeit und Genauigkeit sind da schon angebracht. Und das haben sie auch. Ich habe mich in diesem Jahr wunderbar bei Merck Indonesien eingelebt. Alle haben mich wahnsinnig nett aufgenommen und unterstützt. Deshalb bestand wohl meine halbe Rede aus Danksagungen🙂

Meine Accounting Mädels

Der Abend lief aber selbstverständlich indonesisch ab. Das bedeutet viele Fotos, viel Gekicher, viel Essen und kein Alkohol! Sie sind alle so albern, dass es auch gar keinen Alkohol braucht. Ein schöner Abend. Ich war sehr froh, noch einmal alle um mich herum zu haben. Tolle Geschenke habe ich auch bekommen, z.B. eine Landkarte auf einem Batiktuch. Das werde ich mir zu Hause an die Wand hängen. Eine tolle Erinnerung!

Starke Frauen bei Merck Indonesien!

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