8. Teil Früchtekunde – Wildes Indonesien

Posted on 23. Juni 2010. Filed under: Essen & Trinken |

Indonesien mit seinen tausend Inseln befindet sich rund um den Äquator. Es herrscht ein tropisches Klima. Die Inseln entstanden entweder durch Vulkanausbrüche oder durch Kontinentalplattenverschiebungen. Die Flora & Fauna der nordwestlichen Inseln ist asiatisch, während sie auf den Inseln östlich von Bali mit der von Australien vermischt ist. Ab Lombok wird es trockener und ist ganz anders als die feuchten Regenwälder, die wir bisher gewohnt waren. Diese Grenze nennt man Wallace Line nach dem Entdecker und Biologen Alfred Russel Wallace, der die Unterschiede zwischen den Inseln entdeckte.

Einige Inseln haben eine einzigartige Natur hervorgebracht wie Komodo wo die letzten Dinosaurier leben, die großen Komodo Warane. Einzigartig weltweit sind auch die Orang Utans, die es nur in Indonesien gibt. Ganz eigene Arten, die nur an einer Stelle existieren, entwickelten sich zum Beispiel am Kinabalu auf Borneo (siehe meinen Blogeintrag). Auf Sulawesi ist das auch der Fall. Viele der Arten sind endemisch, d.h. sie kommen nur dort vor, z.B. der Hirscheber oder einige Makakenarten.

Während der Eiszeit lagen die Meeresspiegel deutlich tiefer da das Wasser in den Gletschern gefangen war. Man konnte trockenen Fußes bis Papua gehen. So konnte sich die menschliche Rasse schnell ausbreiten. Sulawesi allerdings war von Tiefseegräben umgeben. Durch diese Isolation entwickelte sich die Natur dort ganz eigene Arten. Der Mensch schaffte es per Schiff natürlich trotzdem nach Sulawesi.

Lange Bananen

Kleine Papayas wachsen direkt am Stamm

Insgesamt ist Indonesien sehr fruchtbar, weil es immer warm und feucht ist. Die Pflanzen wuchern einfach überall. Darunter auch viele die leckere Früchte tragen. Besonders auf Sulawesi haben wir wieder alles gesehen. Wie immer wachsen am Wegesrand die Bananen. In Deutschland kennt man nur wenige Sorten. Hier gibt es sie in jeder Farbe und Form. Genauso wachsen Mangos, Papayas und Ananas in jedem Garten und Dschungel. Weniger bekannt bei uns aber ganz normal hier sind Jackfruit, Durian, Salak und Mangosteen. Sie sind das lokale Obst, das aus unserer Sicht manchmal einen eigenartigen Geschmack hat. Das ist aber Gewöhnungssache. Einige Früchte wie die Salak esse ich inzwischen sehr gerne und werde sie in Deutschland vermissen.

Wilde Ananas

Auf Sulawesi wachsen auch Kakao und Kaffe wild im Dschungel. Eine Kakaonuss wollte ich schon immer mal öffnen. Unser Guide erkläre, dass die Kinder gerne die Kerne lutschen, da sie süß sind. Das haben wir natürlich auch ausprobiert. Süß sind sie, aber sie sind weit entfernt von Schokolade die am Baum wächst😉 Kakaopulver wird in einem aufwendigen Prozess hergestellt. Indonesien stellt einen großen Teil der weltweiten Produktion. Auf dieser Homepage ist der Herstellungsprozess sehr gut beschrieben:

http://www.theobroma-cacao.de/wissen/herstellung/

Kakao am Baum

Offene Kakaofrucht

Genauso Kaffee. Am Baum sind es kleine grüne Bohnen die geerntet werden wenn sie rot sind. Erst durch rösten werden sie zu dem Kaffee, den man mahlen und kochen kann. Die Toraja sind bekannt einen sehr guten Kaffee herzustellen. Benjamin hat sich natürlich ein Kilo mitgenommen.

Kaffeepflanze mit kleinen Früchten

Noch grüne Vanilleschoten

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