Phuket – Im Land des Lächelns

Posted on 3. März 2010. Filed under: Ausflüge |

Mal wieder richtig schöner Strandurlaub! Phuket war sehr entspannend. Wir hatten ein klasse Hotel an einem ruhigen Strand und haben es uns gut gehen lassen. Gutes Essen, Massage, ein bisschen im Pool plantschen, ein Buch lesen und nichts tun.

Einer der Pools im Mövenpick Resort & Spa

Phuket ist eine Halbinsel an der Westküste von Thailand und eigentlich recht hügelig, wobei wir nicht alles gesehen haben. Die Küste ist manchmal recht felsig. Dazwischen gibt es große sandige Buchten, an denen die Hotels und Restaurants ihren Platz gefunden haben. Der größte bzw. touristischste Strand ist Patong. Dort steppt der Bär und noch viel mehr. Es gibt unzählige Hotels und Restaurants jeder Preisklasse, Geschäfte und Stände, die massenweise gefälschte Ware anbieten, Massagesalons, Bars und Clubs, darunter viele, die nicht nur zum Trinken und Tanzen einladen…

An der Strandbar

Partymeile in Patong

Vor allem dieser Küstenabschnitt wurde 2004 schwer vom Tsunami getroffen. Benjamin war vor einigen Jahren schon einmal hier und bemerkte, wie einige Ecken jetzt anders aussehen. Die Restaurants und Geschäfte liegen auf gleicher Höhe wie der Strand und sind nur durch eine Strasse getrennt. Der Tsunami hat einfach alles überrollt. Inzwischen ist wieder alles aufgebaut. Man sieht nichts mehr von der Katastrophe. Es war aber schon etwas erschreckend, wenn man sich das vorgestellt hat wie ein Tsunami hereinrollt und man nicht flüchten kann. An manchen Ecken sieht man jetzt Schilder, die die Fluchtrouten beschreiben. Es hilft aber nichts, wenn es nicht entsprechende Warnsysteme vor der Küste gibt.

Rechts unter der Ampel ein blaues Tsunami-Schild

Da der Rummel im Party-Patong nicht so nach unserem Geschmack ist, haben wir uns im ruhigeren benachbarten Karon Beach einquartiert. Dort stehen auch die besseren Hotels. Man sieht mehr Familien und ältere Menschen. Überraschender Weise habe ich gar nicht so viele Deutsche gesehen, wie ich erwartet habe. Die Skandinavier haben dominiert. Es gab auch ein paar Restaurants, die Speisekarten auf Schwedisch hatten. Ansonsten war es sehr gemischt. Aufgrund des chinesischen Neujahrs waren auch viele Asiaten im Urlaub auf Phuket. In unserem Hotel wurden ziemlich viele Sprachen gesprochen. Einige konnte ich verstehen, aber leider kein Thai. Und das hat mich ein kleines bisschen genervt. Dauernd wollte ich die Angestellten auf Indonesisch ansprechen. Die Thais sehen den Indonesiern recht ähnlich, deshalb habe ich wahrscheinlich immer an Indonesien gedacht. Außerdem habe ich mich inzwischen daran gewöhnt, mich auch im Urlaub mit den Menschen in ihrer Landessprache zu unterhalten. Schon interessant wie manchmal der Kopf tickt.

Fischerboot im Hafen

Auch sonst hat mich Thailand sehr stark an Indonesien erinnert. Die Strassen, die Häuser/Hütten in denen die lokale Bevölkerung lebt, das Essen an Straßenständen, das Verhalten der Menschen, die kleinen Minibusse und Tuk-Tuks. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich dachte, Thailand wäre etwas weiter entwickelt. Vielleicht trifft das auch auf Bangkok zu, aber Phuket hat den selben Stand wie Bali. Die Menschen leben recht einfach, deshalb sind die Preise recht niedrig, z.B. 1h Massage für knapp 6 Euro. Davon sieht die Masseuse aber nicht viel, da sie nur in dem Massagesalon angestellt ist. Das Essen kommt mir fast günstiger vor als in Indonesien. Benjamin meinte die Preise hätten sich seit seinem letzten Besuch nicht verändert. Ich war ein bisschen schockiert, dass die Bevölkerung anscheinend nicht mehr vom Tourismus profitiert. Man würde ja erwarten, die Preise steigen etwas mit der Zeit, allein schon wegen der Inflation. Vielleicht herrscht in Thailand so ein Bevölkerungsdruck, der die Preis niedrig hält?

Kleine Insel

Für die vielen Europäer ist Thailand auch deshalb ein beliebtes Urlaubsziel. Zum Tauchen gibt es ebenfalls viele Gelegenheit. Einen Tag haben wir einen Ausflug zu ein drei kleinen Inseln gemacht, die wirklich nur ein paar Sandhaufen mit großen Steinen waren. Rundherum war das Wasser voll mit Fischen! Die Kinder und Leute, die sich nicht ins Wasser getraut haben, fütterten die Fische mit Toast im flachen Wasser. Es waren so viele, man konnte sie sogar mit der Hand fangen!

Nach dem Schnorcheln

Fische zum greifen nah im flachen Wasser

Ein anderes Fischerlebnis hatten wir in einem Massagesalon. Dort standen zwei Kästen mit kleinen Fischen. Man konnte seine Füße hineinhalten und die Fischchen knabberten einem die Hautschuppen am. Es hat unglaublich gekitzelt! Aber wir haben die 15 Minuten durchgehalten und fühlten uns dann richtig gereinigt🙂

Wer hält das kitzeln am längsten aus?

Nach so viel Entspannung haben wir uns an einem Abend aber doch noch nach Patong gewagt und uns die berühmte Show im Simon Cabaret angesehen. In Thailand gibt es nämlich ein 3. Geschlecht, das fast schon anerkannt ist: die Transsexuellen. Da die kleinen Thailänder aus europäischer Sicht sowieso schon nicht so „männlich“ wirken, sehen diese Männer einer Frau wirklich zum verwechseln ähnlich! Durch Hormone und passendes Make-up kann man in manchen Fällen wirklich nicht sagen wer da vor einem steht. Es scheint unglaublich viele zu geben. Das wird sicher dem ein oder anderen westlichen Mann auf der Suche nach Begleitung auf der Partymeile in Patong schon zum Verhängnis geworden sein…😉

Schönheit im Simon Cabaret

Natürlich kommt zum Schluss die Frage, wo ist es denn schöner? Auf Phuket oder Bali? Für mich ist es natürlich Bali🙂 Bali war für mich deutlich vielseitiger. Auf Phuket haben wir eigentlich gar keine Ausflüge gemacht, weil kulturell nicht so viel geboten war. Wer also nicht nur einen Strandurlaub machen will, der sollte auch einmal nach Bali fliegen! Wen die ca. 20h Flug aber abschrecken, findet auch in Phuket ein schönes Stückchen Südostasien! Eines Tages werden wir auch einmal den kulturreichen Norden von Thailand bereisen. Bis dahin begebe ich mich weiterhin auf Endeckungstour durch Indonesien.

fg

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