5. Teil Früchtekunde – Kleine Früchtchen und Pflanzerfolge

Posted on 30. Januar 2010. Filed under: Essen & Trinken |

Wieder ein paar Verwandte der Litchi. In diesen Breitengraden hat man eine beachtliche Auswahl an Früchten der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Litchis gehören dazu, allerdings hab ich sie hier noch nie gesehen. Was man hier findet sind Rambutan und Longan, Lengkeng auf Indonesisch oder Dragon’s Eye Fruit. Sie sind recht klein, etwas größer als Weintrauben und habe eine dünne Schale ähnlich wie Litchis aber nicht so stachelig. Man kann sie leicht mit der Hand schälen.

Das Fleisch ist weiß-gelblich und fest. Trotzdem enthalten sie sehr viel Wasser. Geschmacklich sind sie unglaublich süß. Ich nasche sie oft nebenbei vor mich hin. Ein bisschen wie Weintrauben nur, dass man mehr Aufwand hat, an die leckeren Früchtchen zu kommen. 

Die Kerne sind klein, glatt und dunkel. Seit geraumer Zeit hebe ich von jeder neuen exotischen Frucht ein paar Kerne für meinen Bruder auf. Er pflanzt gerne selbst exotische Bäume. Angefangen hat es mit einer Ananas. Das haben ein paar von euch sicher als Kind auch schon ausprobiert. Wenn man eine frische Ananas hat (erkennt man an kleinen grünen Blättern in der Mitte), kann man den oberen Teil abschneiden und einpflanzen. Man sollte etwas von dem gelben Fruchtkörpers dranlassen. Mit etwas Glück bilden sich daran Wurzeln und man hat eine Ananaspflanze. Diese Ananas hat nun schon einige Jahre auf dem Buckel und hat zu unserer großen Freude vor ein paar Monaten eine kleine Frucht gebildet. Sie wächst sehr langsam. Mal sehen wie groß sie noch wird.

Ein anderes Wunder war die Avocado. Mein Bruder hat auch einmal einen Avocadokern eingepflanzt aus dem ein Bäumchen gewachsen ist. Inzwischen ist es schon fast 2 Meter groß. Leider hat es trotz gelegentlichen Blüten noch keine Früchte getragen. Immer wieder hat das Bäumchen den größten Teil seiner Blätter verloren. Wir haben uns große Sorgen gemacht, dass es stirbt, aber bis jetzt lebt es gut. Vielleicht durchläuft es auch einen Sommer-Winter-Zyklus. Hier habe ich nun die Augen offen gehalten, um zu sehen wie die Bäume hier aussehen. Vor allem Papayabäume machen oft einen sehr verwahrlosten Eindruck. Ich denke inzwischen, dass das nicht der Fall ist, sondern manche Arten einfach immer so aussehen, z.B. Bananenstauden haben immer ein paar vertrocknete Blätter. Es sind per se „unordentliche“ Pflanzen. Vielleicht ist das bei Avocados ebenfalls so.

Weihnachten habe ich meinem Bruder die ersten Kern von Mangosteen, Durian und Rambutan mitgebracht. Ich bin nun sehr gespannt, ob sie anwachsen und wir eines Tage ein paar Indonesische Früchte ernten können.

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Eine Antwort to “5. Teil Früchtekunde – Kleine Früchtchen und Pflanzerfolge”

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Frage: braucht man nicht mehr als eine Pflanze zum Befruchten? Und wisst Ihr, welche Planze zweihäusig ist? Bei Kiwi z. B. gibt es ja männliche und weibliche Planzen.


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