Indonesische Snacks

Posted on 16. Januar 2010. Filed under: Essen & Trinken |

Gestern gab es mal wieder ein Meeting, zu dem typisch indonesische Snacks serviert wurden. Auf dem Bild könnt ihr zwei herzhafte und zwei süße Teilchen sehen.

Rechts oben ist ein „Pastel“. Das ist etwas ähnlich wie Blätterteig, gefüllt mit einem scharfen Mix aus Hackfleisch, Lauch, Kartoffeln und Ei. Links oben befindet sich ein „Risol“. Es enthält Karotten und ein paar unbekannte Zutaten in einem recht weichen Teig. Mir schmecken beide sehr gut. Ganz wichtig zu beidem: Chilis. Und zwar grüne! In die weiche Risol wird sie einfach oben hineingesteckt, bei der Pastel, Stückchenweise dazu gegessen. Diese kleinen grünen Chilis sind die schärfsten, die es hier gibt. Für alle Nicht-Indonesier sind sie ungenießbar. Selbst den indischen Kollegen, die momentan für ein Projekt bei uns zu Gast sind, sind diese Chilis zu scharf! Allerdings muss man zur Verteidigung von uns Weißen auch einmal sagen, dass es auch viele Indonesier gibt, die auch kein scharfes Essen vertragen. Sie bekommen genauso Magenprobleme. So unterschiedlich sind die Menschen auf dieser Welt doch nicht. Viele Asiaten sind es von Kindheit an gewohnt, scharf zu essen, deshalb mögen sie es auch lieber als wir. Unsere Gerichte sind aus ihrer Sicht meistens versalzen. Kommt also einfach darauf an, was man gewohnt ist.

Nun zum süßen Teil. In Indonesien wird gerne süß gegessen. Deshalb auch hier zwei süße Teilchen. Das große runde bedeutet übersetzt „Mud Cake“ – Schlammkuchen, hat mir meine Kollegin heute erklärt. Es ist ein kleiner Kuchen mit sehr viel Ei. Schmeckt aber nicht sehr intensiv finde ich. Die grüne Rolle ist ein Pfannkuchen, der mit Kokosflocken und braunem Zucker gefüllt ist. Finde ich lecker. Eine Kollegin bringt manchmal auch eine leckere Variante von ihrer Mutter mit, die mit Mokka gefüllt ist.

Solche Kleinigkeiten werden gerne mit ins Büro mitgebracht, wenn jemand Geburtstag hat oder von einer Reise wiederkommt. Oft werden statt einem Kuchen ein paar Schachteln mit verschiedenen Teilchen mitgebracht. Typisch sind auch Bananenstückchen im Bananenblatt gekocht. Klingt ganz gut, aber ich bin nicht so der Fan von gekochten Bananen.

Wenn Kuchen mitgebracht wird, gibt es manchmal ein „Reiskuchen“. Das ist eine sehr elastische, sehr gelbe, quadratische Masse, die von Löchern durchzogen ist, wie Bienenwaben. Ein bisschen erinnert es an Wackelpudding. Allerdings ist er deutlich fester, da er aus Reisstärke gemacht ist. Ich finde ihn sehr lecker! So etwas gibt es in Deutschland gar nicht. Eigentlich müsste ich hier einmal einen Kochkurs besuchen, um herauszufinden, wie diese indonesischen Spezialitäten gemacht werden. Wie die anderen Kuchen gemacht werden, kann ich mir schon eher vorstellen. Manchmal gibt es nämlich Black Forest Cake🙂 Schwarzwälderkirschtorte auf Indonesisch wird in einer quadratischen Form gemacht und enthält ein bisschen mehr Creme und weniger Sahne als bei uns. Geschmacklich etwas anders, aber genauso gehaltvoll wie bei uns. Ein weltweiter Hit😉

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