Arbeiten in den Tropen

Posted on 4. Dezember 2009. Filed under: Arbeit |

Seit gestern arbeite ich wirklich in den Tropen. Unsere Klimaanlage ist ausgefallen und das angeblich für die nächsten drei Wochen, weil ein Ersatzteil fehlt. Jetzt sitzen wir in der Hitze!

Bisher konnte ich nur sagen, ich arbeite in den Tropen, da ich mich nun nahe dem Äquator befinde. Bei angenehmen 20 Grad im Büro, war der Unterschied körperlich allerdings nicht wirklich auszumachen. Nur wenn man das Gebäude verlässt, bricht einem nach ein paar Metern schnell der Schweiß aus. Manchmal auch ganz schön, weil manche Taxis und Klimaanlage arg kalt sind.

Nun herrschen auch im Inneren unserer sonst so kühlen Arbeitsstätte geschätzte 35 Grad und gefühlte 40 Grad! Die Abwärme der PCs trägt ihr Übriges dazu bei, dass es so richtig kuschelig warm ist. Jetzt kann ich wirklich sagen, ich arbeite in den Tropen!

Ein heißer Tag bei blauem Himmel

Im Allgemeinen liegen die Temperaturen hier immer recht konstant um die 30 Grad. Tag und Nacht. Sehr verlässlich. Wenn es ein trüber Tag ist, sind sie etwas niedriger, wenn wir blauen Himmel haben, steigen sie bis 40 Grad.

Einerseits ist es hier oft bedeckt, da durch das tropische Klima immer viel Feuchtigkeit in der Luft ist und Wolken bildet. Auf der anderen Seite gibt es hier leider auch viel Smog, der die Sonne verdeckt. Das einzig positive, was ich ihm abgewinnen kann ist, dass die Sonne dann nicht so stark herunter brennt. Die große Stadt voller Autos, Mofas und Beton tragen auch ihren Teil bei, um Jakarta aufzuheizen.

Schön ist natürlich, dass ich mir hier niemals Gedanken um eine Jacke machen muss. Auch nachts kühlt es nicht sonderlich ab. Die einzige Erfrischung bringt manchmal ein Regen. Wenn es hier regnet, dann regnet es heftig! Leichte Nieselschauer, die den ganzen Tag lang dauern wie wir es aus Deutschland kennen, gibt es hier nicht. Wenn der Himmel seine Tore öffnet, geht die Welt schnell unter. Riesige Pfützen bilden sich und zur Regenzeit werden ganze Stadtteile überflutet.

Ein Regentag

 

Seit ein paar Wochen regnet es nun schon öfter. Man merkt, dass wir langsam in die Regenzeit kommen. Normalerweise dauert sie bis Februar. Allerdings ist es jedes Jahr anders. Für dieses Jahr sind heftige Überschwemmungen vorhergesagt. Ich hoffe, sie haben Unrecht. Meine Wohnung liegt nämlich in einer Senke, gleich neben einem kleinen Fluss. Ich hab schon gehört, dass es zur Regenzeit manchmal unmöglich ist, das Gelände ohne Boot zu verlassen. Da mir ein Boot ein bisschen zu teuer ist und ich keinen Liegeplatz besitze, habe ich begonnen, mir einen Vorrat an Wasser, Nudeln, Keksen, eingefrorenem Brot, Marmelade, Schokolade und allem, was man sonst so für ein paar Tage Isolation braucht, anzulegen.

Überflutete Straßen

Wenn man etwas mehr in die Berge und aus Jakarta heraus kommt, trifft man aber auch kühlere Temperaturen an. Auf manchem Gipfel in 3000 Metern Höhe sind es angeblich sogar Minusgrade. Nächstes Jahr werden Benjamin und ich auch den großen Bromo besteigen und das dann feststellen. Ein Blogeintrag folgt zur rechten Zeit.

Viele Menschen aus Europe schafft die Hitze sehr. Ich komme ganz gut mit ihr zurecht. Man gewöhnt sich daran. Ohne Klimaanlage ist der Tag aber schwer zu bewältigen. Wenn man den Tag draußen verbringen muss, ist es nachvollziehbar, dass alles deutlich langsamer geht. Heute haben auch wir alle nicht so produktiv gearbeitet. Zum Glück versucht nun unsere Wartungsabteilung, einige portable Klimageräte zu leihen. Ich hoffe es wird was bis Montag. Bis dahin wünsche ich euch ein kühles Wochenende😉

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